Test: Intel Core i7-875K (Desktop-Prozessor)
Ein Blick auf unsere Prozessoren-Bestenliste zeigt, dass die Spitze fast ausschließlich von Intels Core-i7-Generation dominiert wird. Solch eine Performance lässt sich Intel aber auch ordentlich bezahlen, auf den ersten fünf Rängen geht unter 500 Euro fast nichts. Die berühmte Ausnahme der Regel: Der Core i7-875K für vergleichsweise günstige 310 Euro. Aber Vorsicht: Sie können ihn ausschließlich auf einem Motherboard mit Sockel 1156 betreiben, das in Sachen Performance nicht an die hausinterne LGA1366-Konkurrenz herankommt. Dass der rund 300 Euro teure Intel Core i7-875K aber dennoch eine echte Alternative zu den teuren 1366-Prozessoren ist, zeigt unser Test.
Der Kern des Core i7-875K von Intel hört auf den Namen "Lynnfield“ und besitzt vier mit 2,93 GHz getaktete Cores. Die CPU wird im 45-Nanometer-Verfahren gefertigt, zählt rund 383 Millionen Transistoren und besitzt eine maximale Leistungsaufnahme (TDP) von 95 Watt. Das Besondere ist aber der freie Takt-Multiplikator – dadurch können Sie Ihr System einfach und sicher übertakten und nochmals einiges an Zusatz-Performance herausholen.
Viel Power
In PCMark Vantage (CPU-Suite) erreichte der Intel Core i7-875K 1.100 Punkte und liegt damit nur sehr knapp hinter dem derzeit schnellsten, aber auch fast 1.000 Euro teuren Sechs-Kerner Intel Core i7-980X, der auf 1.137 Punkte kommt. Auch bei der Gaming- sowie Kodierungsleistung befindet der i7-875K sich fast auf Augenhähe mit seinem teureren Kollegen: In Unreal Tournament 3 erreicht er im Mittel 138 Bilder pro Sekunde (fps) und fürs Videokodieren mit „Gordian Knot“ benötigt er nur 195 Sekunden. Der Core i7-980X ist in allen Belangen nur leicht flotter. Lediglich beim Cinebench R10 nimmt der i7-980X mit einem Resultat von 40 Sekunden dem i7-875K 16 Sekunden ab. Insgesamt steht der günstige i7 875K also seinem großen und um zwei Kerne reicheren Bruder in kaum etwas nach.
Freie Wahl
Bei der Systemoptimierung gibt es immer zwei einander diametral entgegengesetzte Möglichkeiten: Das Übertakten zur Leistungsoptimierung oder das so genannte „Undervolten“ zur Reduzierung der Leistungsaufnahme. Beim Übertakten erhöhen Sie die Taktrate des Prozessors. Das bringt mehr Performance, macht aber oft auch eine Erhöhung der am Prozessor anliegenden Spannung notwendig, was wiederum eine größere Wärmeentwicklung nach sich zieht. Beim „Undervolten“ dagegen reduzieren Sie die Taktfrequenz und regeln die am Prozessor anliegende Spannung ebenfalls nach unten. Der Prozessor liefert dann zwar weniger Rechenleistung, verbraucht aber weniger Energie. Den Core-i7-875K können Sie dank seines freien Multiplikators leicht und ohne größere Overclocking-Kenntnisse sowohl „Undervolten“ als auch Übertakten. Quelle URL: http://rss.chip.de/c/573/f/7439/s/d21fbe
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