Trotz Warnungen klicken immer noch Millionen Internet-User auf Spam
Die MAAWG Arbeitsgruppe (Messaging Anti-Abuse Working Group) hat in einer neuen Umfrage, die in Nordamerika und Westeuropa durchgeführt wurde, festgestellt, dass immer noch ein beträchtlicher Prozentsatz von Verbrauchern auf Spam-Mails klickt, obwohl davon erhebliche Gefahr für den Computer ausgehen kann. Interessant ist, dass fast 80 Prozent der Verbraucher wissen, dass Viren und Bots sich durch riskantes Email-Verhalten verbreiten, aber nur ein Drittel sich persönlich gefährdet sieht.
Die Hälfte der Anwender gab in der Umfrage an, entweder Spam geöffnet, auf einen Link im Spam geklickt, einen Spam-Anhang geöffnet, oder auf Spam geantwortet bzw. weitergeleitet zu haben. Offenbar wird der Zusammenhang zwischen dem eigenen risikoreichen Verhalten und der Infektion durch Malware nicht gesehen oder erheblich unterschätzt.
"Der Verbraucher muss wissen, dass er kein hilfloser Zuschauer ist. Er spielt eine ganz entscheidende Rolle beim Kampf gegen Spammer, indem er sich nicht darauf einlässt und die entsprechenden E-Mails einfach nur als unerwünscht kennzeichnet", sagte Michael O'Reirdan, Vorsitzender der MAAWG. "Wenn der Verbraucher auf Spam antwortet oder auf Links in unerwünschten E-Mails klickt, liefert er sich häufig selbst der Gefahr von Betrug aus oder liefert seinen Computer Kriminellen aus, die ihn missbrauchen, um weiter Spam zu verschicken, Viren zu verbreiten oder Cyber-Angriffe zu starten", sagte O'Reirdan weiter.
Verbraucher sollten sich unbedingt ihrer eigenen Verantwortung im Kampf gegen Viren usw. bewusst werden. Oft wurde auf eine Spam-Mail in der Absicht geantwortet, sich zu beschweren oder die Mail abzubestellen, anstatt sie einfach nur ganz schnell zu löschen, um keine Informationen von seinem Computer nach außen zu geben.
Mehr Infos unter www.maawg.org.
|