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Musik downloaden kann gefährlich werden

Immer häufiger werden Musikkäufe nicht mehr im klassischen Musikhandel getätigt, sondern im Internet abgewickelt. Nach einer Erhebung der Aris Umfrageforschung im Auftrag des Branchenverbands BITKOM kann sich jeder sechste Internetnutzer einen Kauf von Musik über das Internet vorstellen und 18 Prozent der Befragten sind bereit, für heruntergeladene Songs zu zahlen. Und das lässt die Download-Branche boomen: Im vergangenen Jahr haben sich die Deutschen 51 Millionen Mal einen Song oder ein Album online gekauft, das entspricht einem Gegenwert von 112 Millionen EUR [1].

Wie meist, wenn etwas zu holen sein könnte, sind Cyberkriminelle nicht weit. Betrachtet man den immensen Umsatz der Musikindustrie, ist hier mittlerweile Cyberbetrug und Datendiebstahl ein lukratives Geschäft. Die Gefahr, sich beim Download mit Malware zu infizieren und finanziellen Schaden zu erleiden, wächst ständig, weiß der Antivirus-Spezialist Kaspersky Lab. Vor kurzem erst verschafften sich Kriminelle Zugriff auf iTunes-Accounts über Phishing-Angriffe: Die Betrüger gingen systematisch vor und lockten mit einem iTunes-Gutschein. Klickte der Nutzer vertrauensvoll auf die angehängte ZIP-Datei, war der Rechner infiziert und die Accountdaten wurden ausgespäht.

„Werden Geldgeschäfte über das Internet abgewickelt, sollten die Benutzer alle Sicherheitsvorkehrungen treffen, um sich vor unerlaubtem Zugriff auf Konten und Kreditkarten zu schützen“, so Marco Preuß, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab.

Anwender sollten aber auch beim Musikdownload über legitime Webseiten vorsichtig sein. Bei einer Drive-by-Attacke infiziert sich der Musikliebhaber nämlich bereits beim Besuch einer Webseite, indem er sich den Schadcode unbemerkt herunterlädt. Die Infizierung legitimer Ressourcen per Drive-by-Download gehört wohl derzeit zu größten Sicherheitsprobleme im Internet.

Auch der Austausch von Musikdateien über Peer-to-Peer-Netze birgt Gefahren, denn beispielsweise in gepackten Musikdateien können Schadprogramme eingeschleust werden, die dann auf dem Rechner des Musikliebhabers landen. Daher sollten Anwender nicht allen Inhalten im Web blind vertrauen, sondern lieber einmal zu viel als zu wenig misstrauisch zu sein, wenn sie sich bei einer Datei nicht sicher sind.

[1] Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/62013_58764.aspx
 

   

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