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Kaspersky warnt vor bedenklichem Gefahrenanstieg bei Mobilem Surfen

Kaspersky Lab verzeichnet einen deutlichen Anstieg an neuer Andoid-Malware, wie die Veröffentlichung des neuen Reports für Oktober 2011 zeigt. Erstmals ist die Mehrzahl aller mobilen Schädlinge gegen das Google-Betriebssystem gerichtet. Neben neuen Informationen zum Stuxnet-Nachfolger Duqu und zum Staatstrojaner fand der IT-Sicherheitsexperte auch eine neue und hartnäckige Trojaner-Version entdeckt, die es explizit auf Mac-Nutzer abgesehen hat.

Die Daten wurden mithilfe des Kaspersky Security Networks (KSN) gewonnen und basieren auf Rückmeldungen der Heimanwenderprogramme Kaspersky Anti-Virus, Kaspersky Internet Security und Kaspersky PURE Total Security. Im Oktober wurde ein weiterer Anstieg an mobilen Bedrohungen festgestellt. Zum Ende des Monats gab es bereits 1.916 Schadprogramm-Varianten für Android, die sich auf 92 unterschiedliche Familien verteilen. Allein im Oktober wurden 808 Android-Schädlinge entdeckt, d.h. dass 42 Prozent der Android-Schadprogramme erst jetzt entdeckt wurden. Für die Plattform J2ME wurden bisher insgesamt 60 Familien mit 1.610 Varianten gefunden.

Führend war Android mit 46 Prozent, auf Platz zwei J2ME mit 41 Prozent und auf Platz drei lag mit 9 Prozent Symbian. Aber es geht immer weiter. So machte Android-Malware bis zum 10. November 2011 50,41 Prozent aller mobilen Schadprogramme aus, wieder ein Anstieg um über 4 Prozentpunkte im Vergleich zu Ende Oktober. Aktuell haben es Android-Schädlinge in erster Linie auf den Diebstahl persönlicher Daten abgesehen [1].

Kaspersky Lab fand auch eine neue Version des Trojaners Trojan-Downloader.OSX.Flashfake.d unter MacOS X. Die Hauptfunktionalität dieses Schädlings besteht im Herunterladen von Dateien, getarnt als Konfigurationsdatei des Adobe Flash Player, mit neuer Funktionalität: Trojan-Downloader.OSX.Flashfake.d kann den Schutz von Xprotect außer Kraft setzen, indem er seine Hauptdatei zerstört. Daraufhin empfängt das Schutzsystem keine Updates mehr von Apple, wodurch die Effektivität gegen Null sinkt. Das Erscheinen neuer Schadprogramme unter MacOS X hängt mit der wachsenden Beliebtheit von Apple-Computern zusammen. Mac-Nutzer sind in punkto Sicherheit oft noch zu nachlässig und installieren keine Antiviren-Software, was sie zu leichter Beute für Cyberkriminelle macht.

Der komplette Malware-Report für Oktober 2011 ist unter www.viruslist.de verfügbar.

[1] siehe: http://newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/34-prozent-aller-android-schaedlinge-stehlen-persoenliche-daten

   

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