Immer neue Tricks von Internetbetrügern: Cyberkriminelle verpacken ihre Malware
Für den November präsentiert Kaspersky Lab zwei Top-20-Listen der häufigsten Schädlinge. Die Daten basieren auf Rückmeldungen der Heimanwender-Programme Kaspersky Anti-Virus und Kaspersky Internet Security [1] und wurden mit Hilfe des Kaspersky Security Network (KSN) ermittelt. Herausgekommen ist eine Auflistung der am weitesten verbreiteten Schad- und Werbeprogramme (Malware und Adware) und Informationen darüber, mit welchen Schadprogrammen die Computer der Anwender am häufigsten infiziert waren.
Obwohl im Vergleich mit dem Vormonat nicht all zu viele Änderungen aufgetreten sind, sind einige doch sehr interessant. Zum Beispiel landete der Neueinsteiger Kido.iq direkt auf dem zweiten Platz. Auch neu ist Packed.Win32.Krap.ag als spezieller Packer von Schadprogrammen. Hier sind die Schädlinge gefälschte Antivirus-Programme, über die Kaspersky Lab kürzlich eine eigene Analyse durchgeführt hat.
Eine weitere Liste gibt Auskunft darüber, mit welchen Schadprogrammen Anwender ihre Computer beim Surfen im Internet am häufigsten infiziert haben, also wie die Schädlingssituation im Internet derzeit aussieht. Hier ist Gumblar nach wie vor sehr aktiv, denn die Anzahl der Versuche, dieses Programm auf den PC zu laden, hat sich nahezu vervierfacht. Außerdem werden die Angriffskomponenten der Attacken regelmäßig modifiziert.
Als Fazit kann man festhalten, dass die Verbreitung fast immer nach den gleichen Schemata funktioniert, indem entweder schädliches Skript und Exploit und ausführbare Datei, oder schädliches Skript und ausführbare Datei verwendet werden. So wird dann Malware verbreitet, die vertrauliche Daten oder sogar Geld stiehlt. Neben Trojan-PSW.Win32.Kates oder Trojan-Spy.Win32.Zbot passen auch viele gefälschte Antiviren-Programme in dieses Bild. Weiteren Bestand hat auch die Tendenz, gefälschte Antiviren-Software durch Webseiten-Schablonen zu verbreiten. Zunehmend werden auch Packer verwendet, um die schädlinge so vor Entdeckung zu schützen.
Weitere Infos zum Unternehmen unter www.kaspersky.de.
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