Immer mehr Weihnachtsgeschenke online
In diesem Jahr wollen bereits 14 Millionen Deutsche ihre Weihnachtsgeschenke online kaufen, das sind ungefähr ein Drittel mehr als im Vorjahr. Dazu kommen noch fast 9 Millionen, die grundsätzlich Interesse am Internet-Einkauf haben, aber derzeit noch unentschlossen sind.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von BITKOM und dem Meinungsforschungsinstitut forsa. "Für bis zu 23 Millionen Deutsche ist das Web die ideale Shopping-Meile im Weihnachtseinkauf", sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. "Computerspiele, Handys, PCs, Flachbild-Fernseher und Digitalkameras sind besonders beliebte Geschenke."
Es sind vor allem junge Erwachsene, die ihre Geschenke online kaufen und sich so den vorweihnachtlichen Einkaufsstress mit Parkplatzsuche und vollen Geschäften ersparen. Während nur 3 Prozent der Senioren ab 60 Jahren von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, nutzt in der Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren jeder Dritte diese Variante. Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich laut der Umfrage Unterschiede, denn 23 Prozent Männer ordern online, aber nur 18 Prozent der Frauen. Vergleicht man Berufsgruppen, liegen mit 41 Prozent die Beamten ganz vorn, gefolgt von 32 Prozent der Schüler und Studenten. Bei Arbeitern sind es nur noch 14 Prozent.
BITKOM gibt ein paar nützliche Tipps, die das Online-Shopping erleichtern: Man sollte darauf achten, dass die Website seriös ist, was man z.B. an einem informativen Impressum mit vollständiger Anschrift und Namensnennung des Geschäftsführers erkennen kann. Außerdem sollten die AGB verständlich sein, und neben dem Preis sollten auch Versandkosten deutlich ersichtlich sein. Hilfreich können Bewertungen anderer Kunden und Zertifizierungen oder Prüfsiegel unabhängiger Experten sein. Wichtig ist vor allem auch die sichere Bezahlung. Konto- oder Kreditkartendaten müssen über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Das ist erkennbar an den Buchstaben "https" in der Adresse der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Programm (Browser). Zukünftig sind sichere Web¬seiten auch an einer grün hinterlegten Adresszeile erkennbar, wenn sich der Betreiber einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat. Man kann in der Regel per Lastschrift, Kreditkarte oder Rechnung zahlen. Es gibt auch Bezahl-Dienste zur Kaufabwicklung, bei denen die Bankdaten nur einmal hinterlegt werden. Vorkasse per Überweisung ist zwar verbreitet, aber auch riskanter. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man die einzelnen Bestellschritte inklusive Geschäftsbedingungen (AGB) ausdrucken. E-Mails, in denen der Händler die Order bestätigt, sollte man aufbewahren. Im Zweifel kann man von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Innerhalb von zwei Wochen darf man die Ware in der Regel an den Verkäufer zurückschicken. In diesem Fall muss der Kaufpreis erstattet werden, inklusive der Rücksende-Kosten, wenn der Artikel mehr als 40 EUR gekostet hat.
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