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BITKOM findet heraus: Vier Millionen Smart TVs in deutschen Wohnungen

Aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM geht hervor, dass bis heute bereits etwa vier Millionen internetfähige TV-Geräte in Deutschland verkauft wurden. Damit verfügt jeder zehnte bundesdeutsche Haushalt über einen Fernseher mit Internetanschluss.

„Internet und Fernsehen verschmelzen. Das Web gehört bei hochwertigen TV-Geräten inzwischen zur Standardausstattung“, sagte Ralph Haupter, Mitglied im BITKOM-Präsidium. Allerdings werden die digitalen Möglichkeiten der smarten Fernseher derzeit noch kaum ausgeschöpft, denn nur 13 Prozent der Besitzer eines solchen Geräts gehen damit auch tatsächlich aktiv online. Im Vergleich dazu gehen aber 99 Prozent der Computerbesitzer mit ihrem Laptop oder PC ins Internet. Und immerhin auch 27 Prozent aller Bürger gehen mobil mit Smartphone oder Tablet-PC ins Web. Fast alle Experten sehen hier Parallelen zum Umbruch bei der Mobiltelefonnutzung: Obwohl es internetfähige Handys seit 1999 gibt; kam der eigentliche Durchbruch erst ein paar Jahre später, als speziell auf Mobiltelefone ausgerichtete Inhalte verfügbar waren. Ähnlich könnte die Entwicklung beim Fernsehen verlaufen, d.h. parallel mit der Zunahme der Videoangebote im Netz würde sich auch das Nutzungsverhalten ändern.

Hybride TV-Geräte oder Smart TVs besitzen zusätzlich zur klassischen Antennenbuchse einen Internetanschluss und damit einen Zugang zum Heimnetzwerk. Damit kann man eine stetig wachsende Zahl neuer Kanäle über das Internet empfangen und z.B. aktuelle Kinofilme abrufen (Video on Demand). Auch verpasste TV-Sendungen lassen sich oft nachträglich über Mediatheken anschauen. Über den neuen Standard HbbTV können – ähnliche wie beim Videotext – programmbegleitendende Informationen abgerufen oder direkt in weitere Videoangebote der jeweiligen Sender umgeschaltet werden, die dann aber aus dem Internet kommen. Im Kommen sind TV-Apps. Genau wie bei einem Smartphone ermöglichen diese kleinen Programme z.B. Videotelefonie oder den Abruf von Wetterdiensten. Inzwischen gibt es auch Set-Top Boxen zum Nachrüsten, um ältere Flachbildfernseher internettauglich zu machen.

Zur Methodik: Das Marktforschungsinstitut GfK Retail and Technology hat im Auftrag des BITKOM 767 Personen ab 14 Jahren befragt, die über ein internetfähigen Fernseher besitzen.

www.bitkom.de

   

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