Cyberkriminelle nutzen Medieninteresse und Social Networks

Eine neue Studie des Softwareentwicklers BitDefender stellt neue kreative Methoden zur Spam- und Malware-Verbreitung im 2. Halbjahr 2009 fest. Immer noch sind webbasierende E-Threat-Attacken und ein erhöhtes Spam- und Phishing-Aufkommen die Hauptgefahrenquellen für PC-User. Deutlich erkennbar ist der Trend, dass bezüglich der Verbreitungsmethoden für schädliche Mails und Software insbesondere populäre Nachrichten in der nationalen und internationalen Presse ausgenutzt werden, um E-Threats erfolgreich zu verbreiten. Ein weiteres hohes Angriffspotential geht auch weiterhin von Social Networks aus.

Vlad Vâlceanu, Leiter des BitDefender Antispam Research Lab, erläutert: "Auffällig ist, dass Malware-Autoren vermehrt internationale Ereignisse, beispielsweise den Ausbruch der Schweinegrippe, ausnutzen, um ihre Schadsoftware zu verbreiten. Dies macht eines sehr deutlich: Cyberkriminelle suchen stets nach neuen und intelligenteren Möglichkeiten zur Verbreitung ihrer E-Threats. PC-Anwender sollten daher eine Security-Lösung einsetzen, die einen fortschrittlichen, proaktiven Schutz bietet."

Verbreitet ist auch die Verwendung medizinischer bzw. pharmazeutischer Spam-Mails. Die meisten dieser Spam-Mails warben für sexuelle "Wundermittel", beispielsweise günstige Alternativen zu Cialis, Viagra und Levitra. Der Kauf dieser Produkte über die beworbenen Online-Shops erwies sich insbesondere auf Grund der zugesicherten Anonymität des Bestellers als beliebt. Die Betrüger hatten es jedoch auch hier auf die Kreditkarten- und Kontonummern ihrer "Opfer" abgesehen.

Spam ist auch für Nutzer von Social Networks zu einer akuten Bedrohung avanciert. Während Twitter und Facebook strenge Maßnahmen zur Spam-Abwehr entwickelten, haben viele andere soziale Netzwerke diese Möglichkeit bislang kaum berücksichtigt. Spam- und Phishing-Attacken machen nahezu 80 Prozent der Bedrohungen für Social Networks aus; aber auch die Anzahl der Würmer, die diese Plattformen infizieren, hat in den vergangenen Monaten rasch zugenommen. Zahlreiche Threats befielen die großen Netzwerke wie Twitter, Facebook und MySpace. Hier ist vor allem der erstmals im August 2008 aufgetretene Koobface-Wurm zu nennen. Die Cyberkriminellen, die hinter dem Wurm steckten, luden mit Hilfe kompromittierter Accounts die jeweiligen Kontakte des Inhabers ein, Links zu infizierten Webseiten anzuklicken. Auf diese Weise gelangten die Angreifer an sensible Daten wie Passwörter, Konto- und Kreditkartennummern etc.

"Sowohl Privatanwender als auch Unternehmensnetzwerke waren im Jahr 2009 einer Flut von unterschiedlichen Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt", kommentiert Vâlceanu. "Auch für 2010 ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Der Einsatz einer zuverlässigen Anti-Malware-Lösung, die Anti-Spam- und Anti-Phishing-Module integriert, ist ein Muss für jeden PC- und Internetnutzer."
Der vollständige E-Threat-Landscape-Report steht in der Rubrik "Whitepaper" unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.bitdefender.de
 

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